Die Magie der Dankbarkeit

Quelle für mehr Lebenszufriedenheit

Dankbarkeit kommt immer ein bisschen bescheiden daher, finde ich. Dabei ist sie eine großartige Quelle für mehr Lebenszufriedenheit. Und dazu noch leicht und quasi nebenher ins Leben zu integrieren.

Allerdings kommt es nicht darauf an, einfach bei jeder Gelegenheit ein Wort des Dankes zu murmeln. Es stimmt, ein schlichtes Danke ist höflich und drückt Wertschätzung aus. Darum achte ich darauf, es in meinem Alltag häufig anzuwenden. (Solltest du mich mal dabei erwischen, wie ich ohne ein Wort des Dankes durch die Tür latsche, die du mir aufhältst: Einfach mal loslassen! Strafe muss sein.)

Das Gefühl der Wertschätzung

Doch bei der „echten“ Dankbarkeit geht es um mehr. Du musst sie fühlen! Gewöhne dir an, in den vielen kleinen und großen Dingen um dich herum einen Wert zu erkennen. So kannst du ein echtes Gefühl der Wertschätzung kultivieren. Vielleicht musst du zweimal hinsehen, vielleicht ein wenig üben.

Ich erinnere mich noch gut an meine ersten Versuche, Dankbarkeit aktiv in mein Leben zu integrieren. Es war einer dieser doofen Tage, an denen alles schief lief. Ich grübelte also und fand nichts, wofür ich dankbar sein könne, denn es war ja eh alles doof.

Und plötzlich kamen mir meine Hände in den Sinn, die mir großartige Dienste leisten, ebenso wie meine Beine. Ich habe ein Dach über dem Kopf, ich habe Familie, Freunde… Kurz, einmal angefangen, sprudelten die Ideen nur so.

Gelassen durch Dankbarkeit

Seither überlege ich mir jeden Abend ein paar Dinge, für die ich dankbar bin. Erlebnisse vom vergangenen Tag, Erfolge, Menschen. Meist jedoch nur sehr kurz, da dieses Ritual mich so entspannt, dass ich innerhalb kürzester Zeit einschlafe.

Auch während meiner (beinahe) täglichen Auszeit in der Natur, sehe und fühle ich viele kleine Dinge, die dieses Gefühl hervorrufen. Den Wind, der meine Haut streichelt, das wunderschöne Farbenspiel einer Blüte, die faszinierende Form eines Steines oder die Anmut eines Baumes.

Da ich noch andere Methoden anwende, kann ich den Effekt dieser Übung nicht genau benennen. Aber auf jeden Fall lenkt sie meinen Blick auf die kleinen Dinge im Leben, für die es sich lohnt, dankbar zu sein. Und jedes Mal, wenn ich das Gefühl der Dankbarkeit bewusst spüre, habe ich ein leichtes Lebensfreudekribbeln im Brustkorb – sogar an den doofen Tagen.

Dankbarkeit üben?!?

Warum solltest du Dankbarkeit üben? Kommt die nicht automatisch? Das kommt auf deinen Fokus an. Und der ist bei uns Menschen meist auf die schlechten Neuigkeiten gerichtet. Ob du Nachrichten siehst oder Zeitung liest, wir werden geflutet mit negativen Berichten. Gute Neuigkeiten bleiben weit in der Unterzahl und werden kaum wahrgenommen.

Durch die Dankbarkeit trainierst du deinen Blick fürs Schöne, Herzerwärmende und kannst so deinen Fokus ändern. Das hat nichts mit dem Blick durch die rosarote Brille zu tun – sondern macht dich schlicht zufriedener mit deinem Leben. Und aus der Zufriedenheit entsteht neue Kraft und Energie.

Die Forschung sagt: Zufriedenheit steigt

Mittlerweile gibt es viele Forschungsergebnisse zum Thema Dankbarkeit. Heraus kam bei allen eine messbare Steigerung der Lebenszufriedenheit. Da lohnt es sich doch allemal, ein paar Minuten täglich zu investieren.

Kultiviere deine Dankbarkeit, hege und pflege sie wie ein kleines Pflänzchen, bis sie zu einem mächtigen Baum wird. Noch effektiver als mein Einschlaf-Ritual ist es, ein paar Dinge aufzuschreiben. Überlege dir jeden Abend drei Dinge, für die du dankbar bist und schreibe sie auf. Du kannst dafür natürlich Fresszettel benutzen, ein schönes Notizbuch zulegen – oder dir das Tagebuch der Dankbarkeit herunterladen.

Die hat leicht reden! Mein Leben ist viel zu undankbar für Dankbarkeit

Wenn du diesen Gedanken bei Lesen hattest, dann möchte ich dir etwas aus meinem Leben erzählen: Damals hatte ich ein fast spirituelles Erlebnis der Dankbarkeit. Spirituell, weil ich mich damals noch nicht explizit mit der Dankbarkeit und ihrem Wert beschäftigt hatte. Und weil die Umstände mir vordergründig gar keinen Grund boten, dankbar zu sein. Und erst recht, weil die Dankbarkeit aus heiterem Himmel kam, im übertragenen Sinne, wie auch sprichwörtlich.

Denn ich stand im Sommer in der Sonne auf den Balkon. Auf dem Arm trug ich meinen damals etwa einjährigen Sohn. Bei diesem war einige Monate zuvor eine schwere Muskelerkrankung diagnostiziert worden. Ich wusste, dass er vermutlich nicht lange zu leben hat. Du siehst, dass die Umstände nicht unbedingt die Dankbarkeitbooster schlechthin waren.

Und doch überkam mich plötzlich ein mächtiges Gefühl der Dankbarkeit. Noch jetzt, in der Erinnerung daran, bin ich ganz gerührt. Dankbarkeit dafür, dieses Kind zu haben. Denn Tom war ein kleiner Sonnenschein voller Lebensfreude (oh ja, er hat mich mehr als eine Lektion in dieser Disziplin gelehrt!). Dankbarkeit dafür, dieses Schicksal in unserem Land mit einer guten medizinischen Versorgung zu erleiden. Dankbar für Begleiter und Helfer, Freunde und Familie. Dankbar halt.

Ich glaube, dass die Mehrheit von uns in einem normalen Leben mit normalem Stress und normaler Gesundheit allerlei Gründe finden, dankbar zu sein. Trotz einiger Höhen und Tiefen.

Der Duft der Gefühle

Warum du das Gefühl der Dankbarkeit überhaupt kultivieren solltest? Mit Gefühlen ist es wie mit einem Duft. Denk mal an den Duft von frischem Brot, wenn du eine Bäckerei betrittst. Irgendwann bemerkst du diesen nicht mehr. Gehst du aber noch einmal zum Auto, weil du deinen Geldbeutel dort vergessen hast und betrittst die Bäckerei erneut, riechst du auch das frische Brot wieder. So ist es auch mit der Dankbarkeit und anderen schönen Gefühlen.

Drei Wochen für mehr Dankbarkeit

Also: Kultiviere deine Dankbarkeit, hege und pflege sie wie ein kleines Pflänzchen, bis sie zu einem mächtigen Baum wird. Noch effektiver als meine Methode, mir vor dem Einschlafen die Dankbarkeit vor Augen zu führen ist es, ein paar Dinge aufzuschreiben. Überlegt euch jeden Abend drei Dinge, für die ihr dankbar seid. Und schreibt sie auf.

Probiere das doch einfach mal aus. Mein Vorschlag: ungefähr drei Wochen lang. Drei Wochen sollen ausreichen, um neue Gewohnheiten zu integrieren. Mein Tipp wäre aber, dieses Ritual für immer ins Leben zu integrieren. Denn leichter und angenehmer kommst du fast nicht zu mehr Lebenszufriedenheit, findest du nicht? Aber: Wenn du das Gefühl hast, dass das Führen des Dankbarkeittagebuches zur lästigen Pflicht wird, so führe es seltener, z.B. nur einmal die Woche. Denn sonst lässt der positive Effekt nach – und das wäre doch schade.

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