Wertschätzung, der höchste Wert in “meiner” Welt

Als ich von der Blogparade zum Thema „Wir machen uns die Welt, wie sie uns gefällt!“ von Sara Menzel-Berger las, war ich Feuer und Flamme. Denn ich selbst hatte gerade einen kleinen Corona-Durchhänger, wollte mal wieder frei entscheiden, wenn ich wann treffe, ohne lange zu überlegen. War auch etwas erschöpft vom vielen Springen über den eigenen Schatten in den letzten Monaten. Vielen Dank, Sara, für diese Idee, die ich gerne aufgreife.

Die Vision einer Welt, in der ich leben möchte – eine Welt voller Wertschätzung

Ich habe eine Vision! Ich wünsche mir, dass wir alle mit echter und tiefer Wertschätzung miteinander umgehen, dass verschiedene Meinungen bestehen dürfen und konstruktiv ausgetauscht werden können, dass Vielfalt gewünscht ist und allen zugute kommt.

In so einer Welt möchte ich leben. Doch in so einer Welt lebte ich im vergangenen Jahr nicht immer. Mich hat erschreckt, wie negativ der Umgang miteinander in vielerlei Hinsicht war, wie rauh häufig der Umgangston. Andere Meinungen durften eben nicht bestehen. Nicht meine Welt!

Anpassungsfähigkeit – eine sehr praktische Eigenschaft

Zum Glück ist es möglich, den Fokus ändern, ohne die Augen zu verschließen. Ich habe mich mit Menschen umgeben, die einen solchen wertschätzenden Umgang pflegen, habe mich umorientiert und viele neue Ideen entwickelt, neue Leute kennengelernt und großes inneres Wachstum erfahren.

Sehr gelegen kommt mir hier eine Eigenschaft, die ich mir im Lauf der Jahre angeeignet habe: Mir gelingt es oft sehr gut, mich einer Situation anzupassen und das Beste draus zu machen. Zudem bin ich mutig und komme mit stressigen Situationen gut klar.

Bildquelle: depositphotos

Das war nicht immer so. Denn ich bin hochsensibel, war früher unglaublich schüchtern – und ziemlich anfällig, was Stress anging. Doch habe ich gelernt, konstruktiv mit Veränderungen umzugehen, ich habe gelernt, wie ich mir in stressigen Zeiten Auszeiten schaffen kann. Und den Mut gab’s als Dreingabe, denn als hochsensibler Mensch gehörte es schon immer zu meinem Alltag, die Grenzen meiner Komfortzone neu auszuloten und mit dem inneren Schweinehund zu ringen.

Von der lokalen Praxis bei Ulm in die große weite Welt

Meine Praxis hier bei Ulm war im vergangenen Jahr ungefähr 5 Monate geöffnet. Den Rest der Zeit war mir, als „körpernahe Dienstleistung“, der Betrieb verboten.

Die ersten Wochen im ersten Lockdown nutzte ich, um mich im Garten auf der Hollywoodschaukel zu vergnügen – mit Recherche über Technik, Online-Marketing und Co. Schnell merkte ich, dass Energiearbeit auch online möglich ist. Und sogar sehr gut!

Doch das Online-Marketing war eine ganz neue Welt. Diese Sichtbarkeit! Plötzlich wurde mir immer erzählt, dass ich „mich zeigen“ muss. Puh! Die Komfortzone fühlte sich plötzlich unglaublich kuschelig an. Der Schweinehund groß und bissig.

Mein Glück, dass bei solchen inneren Widerständen gerne mein Mut, gepaart mit einer gewissen Sturheit, zutage tritt. Wenn das Leben mir äußere Begrenzungen auferlegt, möchte ich es mir nicht auch noch mit inneren Begrenzungen schwerer machen als nötig.

Und so tappte ich, zunächst unsicher, dann immer sicherer, Schritt für Schritt aus meiner Komfortzone. Jeden Tag wieder, Herausforderung für Herausforderung. Und derer gab es im vergangenen Jahr viele.

(Lern-)erfahrung über (Lern-)erfahrung

Vor einem Jahr war ich noch nicht einmal in den sozialen Medien aktiv. Und zu Beginn kostete mich jeder Post in Facebook immense Überwindung. Diese sind kein Thema mehr. Die nächste große Hürde waren Videos. Auch diese sind kein Thema mehr.

Obwohl ich vorher schon recht gut mit Technik zurechtkam, bin ich auch hier über mich heraus gewachsen. Unter anderem habe ich mit Hilfe eines Kurses meine Website neu gebastelt. Und einen Online-Kurs erstellt.

Heute liebe ich meinen Technikarbeitsplatz und baue ihn Stück für Stück weiter aus. Und ich liebe es, online zu arbeiten und werde das auf jeden Fall beibehalten, auch wenn das Leben wieder “normal” läuft. Denn ich kann so viel mehr Menschen erreichen mit dem, was ich tue. Und das ist mein neues “Normal”.

Dankbarkeit und Wertschätzung

Mein Gewinn? Großes inneres und äußeres Wachstum! Ich habe so viel gelernt wie schon lange nicht mehr (Krisen bieten eben immer auch die größten Lernchancen!). Und so war und bin ich den letzten 12 Monaten in ihrer ganzen Verrücktheit auch sehr dankbar.

Auch Dankbarkeit ist eine Form von Wertschätzung. Und diese habe ich in den letzten Jahren verinnerlicht. Denn jede Situation, die ich bislang erlebt habe, hatte auch ihr Gutes. Bisweilen sehr versteckt zwar, aber gefunden habe ich es noch immer.

Dankbarkeit und Wertschätzung helfen uns, eine Situation zu akzeptieren. Gleichzeitig sind sie leichter spürbar, wenn wir unsere Lebensumständen gelassen annehmen, sie akzeptieren.

Wenn du die Dankbarkeit in dein Leben integrieren möchtest, kannst du in meinem Blogartikel über die “Magie der Dankbarkeit” mehr darüber nachlesen. Oder hole dir doch gerne mein Freebie, das „Tagebuch der Dankbarkeit

Ich bin sicher, wenn mehr Menschen meine Vision von einer Welt, in der Wertschätzung füreinander ein grundlegender Wert ist, teilen, wird die ganze Welt ein friedlicherer Ort.

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Auch Stolpersteine gehören dazu

Stolpersteine gibt es auf diesem Weg natürlich auch. Manchmal haben wir einfach keine Lust, eine Situation zu akzeptieren. Manchmal wollen wir einfach wütend sein. Dann ist es wichtig, auch diese Gefühle wahrzunehmen und zu akzeptieren. Sie wieder loszulassen und sich anderen Dingen zuzuwenden, ebenso.

So habe ich nach dem Tod meines Sohnes die Trauer natürlich pechschwarze Tage gehabt. Das Gute in diesem Schicksal zu sehen, klappte in der ersten Zeit gar nicht.

Doch habe ich von Anfang an sehr bewusst Dinge getan, die meiner Seele gut taten. Ich habe mich sehr fürsorglich um mich selbst gekümmert, mir Wertschätzung entgegengebracht. Und konnte so Schritt für Schritt wieder lebendiger leben, aus dem hilflosen „Warum?“ diesem Schicksal gegenüber wurde Annahme und Dankbarkeit für dieses Kind. Mit der Zeit konnte ich dadurch auch aus dieser Erfahrung Kraft und Stärke schöpfen.

Sie war letzten Endes ausschlagegebend für meinen Schritt in die Selbstständigkeit. Im Blogartikel über mein Warum kannst du mehr darüber nachlesen.

Selbst-Wertschätzung, Balance und Gelassenheit

Ich möchte gerne möglichst viele Menschen unterstützen, ihr Leben gelassen annehmen zu können und in Balance zu bleiben. Ich möchte, dass sie ihren Wert fühlen und sich fürsorglich um sich selbst kümmern. Denn diese “Selbst-Wertschätzung” ist eine Kraftquelle, durch die auch Wertschätzung für andere(s) entstehen kann. Und ich möchte sie darin unterstützen, konstruktiv mit Veränderungen und Krisen umzugehen, so dass sie auch diese wertschätzen und “lebendig leben” können.

Noch einmal: Meine Vision

Ein kleines Rädchen kann viele andere Rädchen in Schwung bringen. Und genauso soll mein Wirken sein. Als Rädchen, das vielen anderen Rädchen hilft, in Schwung zu kommen und Mut, Wertschätzung für sich und andere, Hoffnung, Alltagsglück zu finden.

Bildquelle: depositphotos

Und wenn ich einmal alt und grau zurückblicke in dem Wissen, ein bisschen zur Verwirklichung meiner Vision beigetragen zu haben, dann werde ich mich zurücklehnen, die Füße hochlegen, mit den Zehen wackeln – und sehr, sehr glücklich sein.

Dieser Beitrag hat 8 Kommentare

  1. Sara

    Liebe Kirsten,

    danke für deinen inspirierenden Artikel! Und wow, Hut ab, was du in einem Jahr alles geschafft hast! Das ich wirklich sehr beeindruckend 🙂
    Ich bin ganz bei dir, wenn es um eine Welt voller Wertschätzung geht. Mir ist Wertschätzung auch sehr wichtig und ich wähle die Menschen in meinem Umfeld auch nach diesem Kriterium aus. Weil es einfach gut tut, wenn man unterschiedlicher Meinung ist und sich genau durch diese Unterschiede gegenseitig bereichern kann.

    Herzlichst,
    Sara

    1. web15823

      Liebe Sara,

      genau – unterschiedliche Meinungen können sehr bereichernd sein und letztendlich auch zu ganz neuen Aspekten und Lösungen führen.

      Danke auch für dein Kompliment. Stimmt, rückblickend habe ich ganz schön viel gestemmt. Auch das hat mir der Artikel für deine Blogparade beschert, das für mich noch einmal zusammenzufassen.

      Liebe Grüße
      Kirsten

  2. Sandra

    Liebe Kirsten,
    wow. Es war eine Freude deinen Beitrag zu lesen. Da steckt eine wundervolle Kombination aus Stärke und Weichheit drin. Etwas, was mir ebenfalls sehr am Herzen liegt. Wertschätzung ist auch einer meiner höchsten Werte. Ich wünsche mir eine Welt, in der wir alle uns auf Augenhöhe begegnen. Uns mit unseren Stärken und Schwächen annehmen und achten. Du trägst dazu bei, dass diese Welt entsteht. Danke!
    Liebe Grüße, Sandra

    1. web15823

      Liebe Sandra,
      ein wow zurück. Vielen Dank für deine schöne Rückmeldung! Ja, die Begegnung auf Augenhöhe ist so wichtig – und längst noch nicht überall angekommen. Bleiben wir dran und setzen dies Schritt für Schritt um!
      Liebe Grüße
      Kirsten

  3. Ilse Lechner

    Liebe Kirsten,

    es war so schön deinen Beitrag zu lesen und auch wie positiv du an all die Erfahrungen des vergangenen Jahres herangehst. Was die Wertschätzung betrifft bin ich ganz bei dir. Denn die Welt braucht viel mehr davon. Gerade jetzt.

    Liebe Grüße
    Ilse

    1. web15823

      Liebe Ilse,
      schön, dass dir mein Beitrag gefällt. Ja, mir hat das vergangene Jahr in der Tat viel gebracht. In alle Richtungen, Ärger, Verwirrung, Freude, inneres Wachstum. Besonders freue ich mich, dass Wertschätzung bei vielen ein so hoher Wert ist!
      Liebe Grüße
      Kirsten

  4. Nicole

    Toll geschrieben Kirsten. Wertschätzung kostet nix. Ein Dank oder eine Feedback ist etwas, womit wir alle grosszügig sein können und dürfen. Nur fällt uns das manchmal sehr schwer.

    1. web15823

      Liebe Nicole,

      ja, da hast du vollkommen recht. Ein Danke reicht meist aus, ein Feedback bei Dienstleistungen ist Gold wert. In diesem Sinne: Vielen Dank für deinen wertschätzenden Kommentar.

      Liebe Grüße
      Kirsten

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